Über Finnlines

 

Finnlines ist eine der größten Linienreedereien in Europa. Das Unternehmen ist auf RoRo-Transporte in der Nord- und Ostsee  spezialisiert. Auf der Ostsee werden auch Passagiere mit kombinierten Fracht-Passagierschiffen befördert.

Die Aktiengesellschaft Finnlines ist an der Helsinkier Börse notiert und mehrheitlich in Besitz der Grimaldi-Gruppe mit Sitz in Neapel.  Zur Finnlines Gruppe gehören FinnLink, NordöLink, TransRussiaExpress sowie der Hafendienstleister Finnsteve.

Die Finnlines-Flotte besteht aus ca. 30 modernen Schiffen, die unter finnischer, schwedischer und deutscher Flagge fahren. 12 der Schiffe fahren derzeit als kombinierte Ro-/Pax-Schiffe im Passagierdienst auf der Ostsee.

Finnlines hat Tochtergesellschaften in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Polen und eine Repräsentanz in Russland.

 

Kurzer Auszug aus der Firmengeschichte:

 
 

1947 entstand die Reederei „Oy Finnlines Ltd.“, die im Liniendienst vor allem Zellstoff und Papier aus Finnland in die USA exportierte. 

Ein Jahr später wurde „Finnland Steamship Co. Ltd. (FAA") gegründet, die ebenfalls Transporte auf der Strecke Finnland – USA und Kanada anbot. Es kam bald zu einer engen Kooperation dieser beiden Unternehmen.

 
     
 

Finnlines ließ neue Schiffe in den Niederlanden bauen, um die bestehende Flotte zu verjüngen. 1951 war das erste neue Schiff „Finntrader“ fertiggestellt. Zwei Jahre später waren dann auch ihre Schwesternschiffe „Finnpulp“ und „Finnsailor“ fertig.

Mit weiteren Neubauten (insgesamt 7 neuen Schiffe), die alle auf die besonderen klimatischen Bedingungen auf der Ostsee und im Nordatlantik ausgelegt waren, gelang es Finnlines bald wöchentliche Abfahrten anzubieten.

 
 

Mit der „Hansa Express“  wurde 1963 wurde eine Linie für den Transport  von Passagieren und Fahrzeugen, eingerichtet, die die Städte Helsinki-Kalmar-Travemünde verband. Damit war der Grundstein für die jetzigen Fährdienste zwischen Deutschland und Finnland gelegt, der in den folgenden Jahren beständig ausgebaut wurde und an Bedeutung gewann.

     
 

1975 wurde das Marketing-Unternehmen „Oy Finncarriers Ab“ gegründet, welches zu jeweils 50 % im Besitz von Finnlines und FÅA war.

Das Unternehmen kooperierte eng mit dem Traditionsunternehmen Poseidon Schiffahrt AG in Lübeck. Poseidon Schiffahrt hatte 1994 die Railship-Gruppe übernommen und 1997 den RoRo-Verkehr „TransRussiaExpress“ gegründet, der seither zwischen Deutschland und St. Petersburg operiert.

 
     
1998 wurde Poseidon Schiffahrt durch Aktientausch in die Finnlines-Gruppe integriert
     
 

Die schwedische Reederei „NordöLink AB“, die zwischen Travemünde und Malmö einen Linienservice betreibt, wird 2003 übernommen.

5 hochmoderne RoPax- Schiffe werden 2003 bei der italienischen Werft Fincantieri bestellt, die seit 2006 bzw. 2007 im Dienst sind.

 
     
 

2009 wurde der RoPax-Verkehr von Finnland über Polen nach Deutschland gestartet und die reine Frachtreederei NördöLink auch für den Passagierverkehr geöffnet.

Die Strecke nach St. Petersburg des TransRussiaExpress wurde in 2010 durch die Aufnahme des lettischen Ventspils in die Linie erweitert. Außerdem wurden die Fracht-Strecken Bilbao-Antwerpen-Helsinki nach St. Petersburg und Großbritannien nach Russland eingeweiht.

     
 

Heute bietet Finnlines viele verschiedene Routen im Nord- und Ostseeraum an, die beständig entsprechend den Marktanforderungen optimiert werden. Durch die Synergieeffekte mit der Grimaldi-Gruppe, die seit 2006 die Aktienmehrheit bei Finnlines hält, können Frachttransporte bis ins Mittelmeer, nach Afrika und Amerika geleistet werden.

 
 

Seit 2009 werden alle Leistungen im Passagierbereich unter dem Markennamen „Finnlines“ angeboten. Für alle Passageangelegenheiten gibt es die Finnlines-Buchungszentren in Lübeck, Helsinki und Naantali.

Finnlines-Routen mit Passagierservice

Finnlines: Travemünde/Rostock - Helsinki
NordöLink: Travemünde - Malmö
FinnLink: Naantali - Kapellskär
TransRussiaExpress: Lübeck - Sassnitz - Ventspils - St. Petersburg
 

Historische Bilder: