Weihnachtsmann

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Weihnachtszeit in Finnland

Traditionen und Bräuche zu Weihnachten

Mit den Weihnachtsfeiern in den Betrieben im Oktober und November wird in Finnland die Weihnachtszeit eingeläutet. Diese Weihnachtsfeiern werden liebevoll „Pikkujoulu“ genannt, was übersetzt „Kleine Weihnachten“ bedeutet. Das Feiern der „Pikkujoulu“ gehört in Finnland schon seit 1920 dazu. Offiziell, wie hauptsächlich in Europa, beginnt die Weihnachtszeit ganz offiziell am ersten Adventssonntag. Der Dezember (joulukuu) ist der Weihnachtsmonat in Finnland.

Am 6. Dezember wird neben dem Nikolaustag auch der finnische Unabhängigkeitstag (itsenäisyyspäivä) gefeiert. Es ist ein offizieller Flaggentag in Finnland und man gedenkt aller Kriegsgefangenen. 

Das Luciafest am 13. Dezember wird vor allem in den schwedischsprachigen Gebieten Finnlands der Heiligen Lucia, der Königin des Lichts, gewidmet. Die finnische Lucia wird aus 10 jungen Mädchen in einer öffentlichen Abstimmung gewählt. Beim Luciafest laufen kleine Mädchen mit einem Lichterkranz auf dem Kopf durch die Strassen und singen Lucialieder.

Der wichtigste Weihnachtstag ist, wie auch in Deutschland, der Heiligabend (jouluaatto). Die ganze Familie trifft sich zum traditionellen Weihnachtsessen und der Weihnachtsmann (joulupukki) bringt die Geschenke. Vorher steht allerdings der obligatorische Saunagang an, denn auch an Heiligabend wird darauf nicht verzichtet. An den anschließenden beiden Weihnachtsfeiertagen stehen für die meisten Finnen dann Kirchgänge, Verwandtenbesuche, gemeinsame Essen, Tanz und Schlittenfahrten an. Die Weihnachtszeit dauert bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar.

Kulinarischer Weihnachtsgenuss auf finnisch

Am Heiligenabend gibt es in den meisten Familien vormittags einen Reisbrei (riisipuuro), in dem eine Mandel versteckt ist. Der Weihnachtsbrauch besagt, wer die Mandel in seinem Weihnachtsbrei findet, dem wird für das nächste Jahr besonders viel Glück versprochen. Kinder bekommen in manchen Familien ein kleines Geschenk, wenn die Mandel in ihrem Brei ist.

Das typisch traditionelle, finnische Weihnachtsessen besteht aus Weihnachtsschinken (Joulukinkku), mehreren verschiedenen Aufläufen, z.B. Kartoffel- und Steckrübenauflauf, Herings- und Rote-Beete-Salat. Zu den süßen Leckereien zählen Pfefferkuchen (Piparkakut) und Weihnachtssterne (Joulutorttu), sternförmige Blätterteigtörtchen mit Pflaumenmus.
Getrunken wird Glögi, der Weihnachtspunsch, entweder mit oder ohne Alkohol, aber mit viel Johannisbeersaft, Rosinen und Mandeln.

Rezeptlinks:
Weihnachtsschinken
Finnischer Steckrübenauflauf
Pfefferkuchen
Weihnachtssterne
Glögi

Weihnachtsfrieden

Eine alte finnische Tradition ist der Weihnachtsfrieden, der jedes Jahr am 24. Dezember um 12 Uhr in der früheren Hauptstadt Turku ausgerufen wird. Viele Menschen stehen dann auf dem Alten Großmarkt und lauschen dem Aufruf des Direktors der Stadtverwaltung vom Balkon des Brinkkale-Hauses zu Frieden und Sinnlichkeit. Verlesen wird eine aus dem Mittelalter stammende Ermahnungs- und Grußbotschaft. Im Anschluss werden die finnische Nationalhymne und der Porimarsch gespielt. Danach schließen alle Geschäfte und der öffentliche Verkehr stellt seinen Fahrbetrieb ein. Für viele Finnen ist diese Zeremonie von hoher Bedeutung und sie nehmen den drei Tage andauernden Weihnachtsfrieden sehr ernst.

Der echte Weihnachtsmann kommt aus Finnland

Der finnische Weihnachtsmann ist der einzig wahre! Er lebt auf dem Berg Korvatunturi in Lappland und arbeitet im Weihnachtsmannpark in Rovaniemi.
Joulupukki ist der finnische Name des Weihnachtsmanns, und bedeutet wörtlich „Weihnachtsbock“. Dies deutet auf die mythische Gestalt des Julbockes und stammt aus einer Zeit, in der es üblich war, sich nach dem Weihnachtsessen mit Ziegenhäuten zu verkleiden. Heute ist der Joulupukki der Weihnachtsmann, den wir kennen. Allerdings kriecht er nicht durch den Kamin ins Haus, sondern klopft am Heiligenabend an die Haustür. Wenn er eintritt, sind seine ersten Worte jeweils: „Onkos täällä kilttejä lapsia?“ („Gibt es hier artige Kinder?“). Eines der Rentiere, mit denen der Joulupukki zu den Häusern reist, heißt Petteri Punakuono und war das Vorbild für Rudolph the Red-Nosed Reindeer. Der Joulupukki hat angeblich sogar eine Frau namens Joulumuori, die feinen Weihnachtsporridge zubereiten kann.

Für einen Brief an den finnischen Weihnachtsmann genügt die Adresse:
Santa’s Main Post Office
FIN-96930 Napapiiri

Heute sind der Weihnachtsmann und sein Zuhause in Rovaniemi ein ganzjähriges Markenzeichen Finnlands. Der Weihnachtsmannpark in Rovaniemi zieht jährlich viele Besucher aus dem In- und Ausland an.

Auch in Finnland gibt es Weihnachtsmärkte. 

Informationen zum Weihnachtsmann und dem Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi:
http://www.visitrovaniemi.fi
http://www.santaclaus.fi
http://www.santaclausvillage.info
http://www.santaclauslive.com

Textquellen und weitere Informationen über Weihnachten in Finnland:
http://www.finn-land.net
http://www.visitfinland.com
http://www.elchburger.de
http://www.wikipedia.org
 

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